Jubiläumsmesse in Christkönig
Weihbischof Renz sieht in Westerheim eine großartige und kostbare Kirchengemeinde
Von Hansjörg Steidle
Westerheim – Mit einem ergreifenden und beeindruckenden Fest- und Dankgottesdienst hat die katholische Kirchengemeinde Westerheim am vierten Adventssonntag den 50. Weihetag ihrer Christkönigskirche begangen. Am Altar bei der Festmesse standen Weihbischof Thomas Maria Renz, Ortspfarrer Karl Enderle sowie die Pfarrer Hermann Dörflinger und Marzell Gekle, die von 1969 bis 1980 beziehungsweise von 1984 bis 2007 die Seelsorger in Westerheim waren. Sängerinnen und Sänger der Chorgemeinschaft Eintracht Westerheim, eine dreiköpfige Band sowie Martin Kneer auf der Orgel setzten schöne musikalische und gesangliche Akzente.
Einen herzlichen Dank, eine große Bitte und einen innigen Wunsch richtete Weihbischof Thomas Maria Renz an die Kirchengemeinde von Westerheim: Er dankte für das „großartige Engagement mit Herzblut“ vieler Ehrenamtlicher für ihre Gemeinde und Kirche. Er bat darum, dass der christliche Glaube weiter getragen werde und dass „Mitchristen mit schwach gewordenen und wankenden Beinen“ gestärkt und in die Gemeinschaft zurückgeholt werden, damit in Anlehnung an Worte aus dem Tagesevangelium „die Wüste wieder prächtig blühen werde.“ Und der Gast aus Rottenburg wünschte sich, dass das heilige Jahr 2025 nicht einfach verklinge, sondern weiterhin lebendig gehalten werde und die Botschaft des Evangeliums bestehen bleibe. „Bleiben Sie weiterhin als Pilger der Hoffnung unterwegs mit dem klaren Ziel der Begegnung mit Jesus Christus“, betonte Weihbischof Thomas Maria Renz.
In seiner Festpredigt ging er auf die großen kirchlichen Jubiläen ein, die das Jahr 2025 prägen: auf das inzwischen alle 25 Jahre gefeierte heilige Jahr, auf das im Jahr 325 also vor 1700 Jahren verabschiedete Glaubensbekenntnis von Nicäa, das den menschgewordene Gottessohn Jesus mit Gott dem allmächtigen Vater wesensgleich definiert, und auf das 1965 vor 60 Jahren zu Ende gegangene Zweite Vatikanische Konzil, das eine neue Aufbruchsstimmung in die katholische Kirche gebracht habe. Ein neuer Aufbruch sei auch in Westerheim Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre zu spüren gewesen, was zum Bau der Christkönigkirche mit ihrer Weihe am 14. Dezember 1975 geführt habe, legte er dar.
Weihbischof Renz sprach zum Kirchenbau von „einem aus heutiger Sicht mutigen Schritt“ zu einer Zeit, in der die Kirche „einen wahren Frühling“ erlebt habe. Heute fünf Jahrzehnte später sei leider eine „Kirche im Herbst“ mit immer leereren Bänken zu sehen und zu erleben. Doch mit Zuversicht und im Gebet könnte diese Trendwende umgekehrt und Menschen wieder zum Glauben hingeführt werden.
Thomas Maria Renz sah in Westerheim eine über fünf Jahrzehnte hinweg „engagierte, wunderbare und kostbare Kirchengemeinde“ mit vielen Arbeitskreisen, Gruppierungen, Ausschüssen und ehrenamtlich Wirkenden für Gott und die Mitmenschen. Diese Fülle an Engagement gelte es über das Jubiläumsjahr 2025 zu erhalten und auszubauen. „Hinter jeder Gruppe stecken Namen und Leistungen von großem Wert“, unterstrich der Weihbischof. Er lobte in der langen Liste der kirchlichen Gruppierungen Westerheims von „A bis Z“ auch den Einsatz der Mitglieder des Fördervereins St. Stephanus, die sich 32 Jahre für die alte historische Dorfkirche engagiert und die Renovierung ermöglicht haben.
Hermann Dörflinger, der frühere Pfarrer in Westerheim, erinnerte an die Weihe der Christkönigskirche vor genau 50 Jahren, bei der er mit dem damaligen Weihbischof Anton Herre und dem inzwischen verstorbenen Pater Benno Baumeister am Altar stand. Ein Altar und eine Kirche sei ein von Gott geschaffener Ort als Pforte zum Himmel, meinte Pfarrer Dörflinger und sagte: „Gottes Haus ist schon hier“.
Begonnen hatte der Weihe-Jubiläumsgottesdienst mit dem feierlichen Einzug in die Jubiläumskirche mit Weihbischof Thomas Maria Renz, den die Festmesse mitzelebrierenden Pfarrern und einer großen Ministrantenschar, die Karl Tritschler anführte. Er war schon als Messdiener bei der Weihe der Christkönigskirche vor 50 Jahren dabei gewesen.
Während der Festmesse leuchteten die griechischen Buchstaben Alpha und Omega über dem Altar, als Zeichen für Anfang und Ende mit Jesus Christus. Kirche und Welt hätten sich in den vergangenen 50 Jahren rasant verändert, doch Bestand habe, dass Menschen täglich in die Christkönigskirche kommen, um Gott zu loben und zu danken und um ihr Leben an Jesus Christus auszurichten, erklärte nach dem liturgischen Gruß Maria Baumann, eine langjährige Kirchengemeinderätin in Westerheim.
„Christus als Sieger, König und Herr in Ewigkeit“, so sah die Gemeinde in den Eingangsliedern den Gottessohn, was auch im Ruf vor dem Evangelium und in den vorgetragenen Fürbitten unterstrichen wurde, die im Zeichen der 50jährigen Geschichte der Kirche standen mit Blick auf die stattgefundenen Taufen, Kommunionfeiern, Firmungen, Eheschließungen und Abschiedsgebete für Verstorbene. Gedacht wurde dabei auch an die Dorfzerstörung in Westerheim vor 80 Jahren und den gelungenen Wiederaufbau der Gemeinde. Sängerinnen und Sänger der Chorgemeinschaft mit der Gruppe Vox bereicherten unter dem Dirigat von Klaus Ascher die Festmesse mit den Liedern „Freue dich Welt“ und „10 000 Gründe“. Eine gebildete Band mit Leoba Rehm, Justus von Nathusis und Sophia Baumeister setzte einen schönen musikalischen Akzent.
Von einer „berührenden, motivierenden und spirituell ergreifenden Messfeier“ sprach Juliane von Nathusius, stellvertretende Vorsitzende des Kirchengemeinderats, zum Abschluss einer fröhlichen Feier bei viel Gesang und Musik. Sie dankte allen Mitwirkenden und Mitfeiernden bei dem „besonderen Weihejubiläum“, allen voran dem Weihbischof und den Pfarrern am Altar. Sie verwies noch auf Kunstwerke der Kindergartenkinder zum Jubiläum der Christkönigskirche im Eingangsbereich und mahnte an: Das Jubiläum sei als Auftrag zu sehen, die Kirche weiter mit Leben zu füllen, den christlichen Glauben weiter zu geben und Teile der Gesellschaft in die Gemeinschaft der Kirche zurückzuholen. „Schreiben wir die Bibel weiter“, meinte Juliane von Nathusius zusammenfassend in ihrem Grußwort.
Glückwünsche der bürgerlichen Gemeinde überbrachte Bürgermeister Hartmut Walz. Nicht mit leeren Händen war er gekommen, im Gepäck hat er einen Jubiläumsscheck sowie eine wunderschön von Silke Menzen gestaltete Kerze. „Wenn wir heute hier zusammenstehen, dann tun wir das nicht nur, um auf 50 Jahre Steine und Mauern zu blicken, sondern um auf 50 Jahre Glauben, Gemeinschaft, Hoffnung und Zusammenhalt zu schauen“, betonte Walz in seiner aussagekräftigen Festrede mit passenden Worten.
Walz erinnerte an die Planungen und den Bau der Christkönigskirche in den 1970er Jahren, an eine Zeit des Aufbruchs, von dem auch Westerheim ergriffen worden sei. „Die Menschen hier in Westerheim wollten ein sichtbares Zeichen ihres Glaubens setzen mit einem Haus, das Gott und der Gemeinschaft gleichermaßen dienen sollte“, erklärte der Bürgermeister. Die Christkönigskirche sei zu einem festen Bestandteil der Gemeinde geworden, zu einem Ort, an dem Generationen Menschen getauft, gefirmt, getraut und auch auf ihrem letzten Weg begleitet wurden.
Die Christkönigskirche sei weit mehr als ein bloßes Gebäude, sie sei „ein Herzstück unserer Gemeinschaft“, legte Walz dar und meinte: „Kirchen geben uns Orientierung in Zeiten der Unsicherheit und Trost in Zeiten der Trauer. Sie bieten Raum für Stille und Gebet, aber auch für Begegnung, Musik und das Miteinander, das uns als Gemeinde stark macht.“ Von unschätzbarem Wert sei es heute in einer Welt rasanter Veränderungen Orte wie Kirchen zu haben, die Bestand haben: „Orte, die uns daran erinnern, was wirklich zählt: der Glaube, die Liebe zum Nächsten und die Verantwortung füreinander“, so Westerheims Rathauschef.
Es folgten Dankesworte für die vielen ehrenamtlich Tätigen in einer lebendigen Kirchengemeinde in Westerheim, aber auch Worte der Zuversicht in allgemein schwierigen Zeiten: „Vielleicht wird manches anders aussehen als früher – aber der Geist, der diese Kirche vor 50 Jahren entstehen ließ, wird bleiben: der Geist des Vertrauens, der Nächstenliebe und der Hoffnung. Mit den Worten „Möge Gottes Segen weiterhin auf dieser Kirche, auf allen, die hier ein- und ausgehen, und auf ganz Westerheim ruhen“ endete die Festrede von Bürgermeister Hartmut Walz.
Und nach dem abschließenden Adventslied „Tochter Zion“ und herrlichen Orgelklängen, dargeboten von Martin Kneer; waren die Gottesdienstbesucher zu einem Stehempfang bei Punsch, Glühwein und Gebäck vor der Kirche eingeladen. An einem von mehreren Ständen war auch eine fast druckfrische Schrift zu „50 Jahre Christkönigskirche“ mit einem umfangreichen Rückblick auf die jüngere Geschichte der Kirchengemeinde zu haben.
Jubiläumskonzert - Christkönig und ihre Bands
Jubiläumskonzert vereint vier Bands
Vier Bands, ein Abend voller Musik, Gemeinschaft und Glaube: Das Jubiläumskonzert in Westerheim begeistert und bewegt – ein Fest der besonderen Art.
von Hansjörg Steidle
Westerheim „Wenn nicht jetzt im Jubiläumsjahr, wann dann?“ Diese Frage stellte Pfarramtssekretärin Karin Baumeister eingangs des Konzertabends in der Westerheimer Christkönigskirche. Damit spielte sie auf einen langgehegten Wunsch an, der bei der katholischen Kirchengemeinde Westerheim schon mehrmals angedacht war: an ein gemeinsames Konzert aller vier Bands von Christkönig. Jetzt im Jubiläumsjahr „50 Jahre Christkönigskirche in Westerheim“ konnte dieser Wunsch umgesetzt werden.
Karin Baumeister, selbst Mitglied der Gruppe „Tarsus“, hieß die vielen Gäste zu dem Jubiläumkonzert unter dem Motto „50 Jahre Kirche Christkönig feiert Jesus“ willkommen, unter ihnen auch Pfarrer Reinhold Rampf, der von 2007 bis 2013 der Seelsorger in Westerheim war. Durch den besinnlichen wie ergreifenden Konzertabend führten gekonnt Klaus Ascher, Mitglied der Band „Tarsus“, und Markus Kneer, Sänger der Gruppe „Spotlight“. Mitgewirkt bei dem Liederabend haben noch die relativ jungen Bands „Arise“ und „5alife“, die sich jetzt nach längerer Zeit Namen zugelegt haben.
Karin Baumeister tat ihre Freude über den gemeinsamen Auftritt der vier Bands kund und sprach von einem „Tag des Dankes“ und „Tag der Gemeinschaft in einer lebendigen Kirchengemeinde mit zahlreichen Angeboten für Jung und Alt“. Mit viel Spirit, Freude, Begeisterung und Besinnlichkeit musizierten und sangen dann die Akteure des Kirchenkonzerts und setzten mit ihrem Konzert einen markanten Baustein in der Veranstaltungsreihe zu „50 Jahre Christkönigskirche“. Dem Liederreigen folgte ein besinnliches Segensgebet, vorgetragen von Bärbel Rauschmaier. Und bei einem gemütlichen Beisammensein in der Marienburg wurde noch Gemeinschaft gepflegt.
Die Konzertdarbietungen eröffnete die Band „Arise“ mit Josef und Paul Baumeister, Justus von Nathusius, Lukas Moser, Sophia und Anna Baumeister. Sie ließen die Lieder „Der Vorhang ist zerrissen“, „Immer noch zum Staunen“ und „Oceans“ erklingen, wobei Sophia und Anna Baumeister mit ihren Stimmen sich in die Herzen der Zuhörer sangen. Die zweite neue Band von Christkönig, „5alife“ mit Carolin und Claudia Krug, Jule Schäfer, Sarah Hainz und Jana Ascher, trug ergreifend und unter die Haut gehend die englischen Songs „Fading Lights“, „Halleluja“ und „I thank God“ vor und wussten sehr zu gefallen.
Es folgte fast schon ein Urgestein der kirchlichen Bands von Westerheim mit „Spotlight“, wo Markus, Andreas und Martin Kneer, Patrick Unsöld sowie Joshua Steeb am Schlagzeug und Patricia Herr als Sängerin mitwirkten. Sie präsentierten eine kleine imposante Auswahl ihrer „besten Werke der vergangenen Jahre“ mit den Liedern „Jesus berühre mich“, „Zehntausend Gründe“, „Gott segne mich“ und „Etwas in mir.“ Die Zuhörerschaft stimmte kräftig mit ein und war begeistert von den bekannten Stücken aus der langen Reihe der Jugendgottesdienste.
Die vierte Band im Bunde war die älteste, nämlich die um Klaus Ascher: „Tarsus“, mit den weiteren Bandmitgliedern Rainer Moser, Joachim „JoJo“ Maier, Karin Baumeister und Anette Schäfer wusste sehr zu gefallen. Sie sangen zur Ehre Gottes und zur Freude der Konzertbesucher die Lieder „Komm jetzt ist die Zeit“, „Größer als wir“, „To my father ́s House“, „Anfang und Ende“ sowie den a-Capella-Song „Auf dem Weg der Gerechtigkeit“, wobei Karin Baumeister mit ihrer ausdrucksstarken Stimme den Beiträgen eine besondere Note verlieh. Zum Abschluss versammelten sich alle Aktiven des Abends im Altarraum von Christkönig, um gemeinsam mit „Groß ist unser Gott“ dem Konzert ein beeindruckendes Ende zu verleihen. Weitere Zugaben blieben nicht aus, die das begeisterte Publikum durch lang anhaltenden Applaus gefordert hatte.
Die vier Bands sangen bei dem fröhlichen Liederabend für eine gute Sache, denn der Erlös geht je zur Hälfte an den Verein Wezesha und an die katholische Jugendarbeit in Westerheim. Der Verein Wezesha um die Westerheimerin Jana Komba, geborene Rehm, fördert in dem afrikanischen Land Tansania Brunnen- und Schulprojekte.
Klaus Ascher und Markus Kneer erinnerten in ihren heiteren Beiträgen an die Anfänge der Bands, an die zum Teil lustigen Probentage, an erlebnisreiche Auftritte und schöne gemeinsame Stunden. Aus Liebe zur Musik und zum Gesang und vor allem aus einem tiefen Glauben heraus seien die Bands entstanden, anfangs zu Erstkommunionfeiern und Firmungen. Sie erzählten von netten Erlebnissen und von fröhlichen Probenstunden, oft bis in die Morgenstunden hinein. Markus Kneer hatte noch Anekdoten von „Spotlight“ im Gepäck, vor allem von Auftritten bei Gottesdienstfeiern mit Weihbischof Thomas Maria Renz im italienischen Assisi. Da gab es Probleme mit der Stromversorgung, zahlreiche eng getaktete Kirchenkonzerte rund um die Uhr, Übersetzungsschwierigkeiten mit den Nonnen und oft kein Durchkommen mit den Fahrzeugen in den engen Gassen von Assisi.
Wie bereits berichtet, wird die Westerheimer Christkönigskirche in diesem Jahr 50 Jahre alt. Der Weihetag wird am dritten Adventssonntag, 14. Dezember, um 10 Uhr mit einem Fest- und Jubiläumsgottesdienst in Christkönig gefeiert, zu dem Weihbischof Thomas Maria Renz sein Kommen zugesagt hat.
Die Messfeier wird den Höhepunkt und Abschluss der Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2025 bilden. Am Abend findet dann die traditionelle adventliche Stunde statt, in diesem Jahr gestaltet von der Musikkapelle Westerheim
Pilger der Hoffnung - auf dem Weg des Friedens
Nach kurzer, angenehmer Fahrt trafen wir am Freitagnachmittag, 21.03.25, in Untermarchtal ein. Wir wurden sehr herzlich begrüßt, erhielten unsere Zimmerschlüssel und erste Informationen zum Haus. Nach dem Bezug der Zimmer und einem ersten Rundgang durch das Haus starteten wir, 16 Frauen und 4 Männer aus unserer Kirchengemeinde, um 17 Uhr in unserem Gruppenraum. Dort wartete bereits Schwester Rosemarie auf uns. Auf eine wortreiche Vorstellungsrunde wurde verzichtet. Stattdessen galt es, aus einer Menge an Kalenderbildern sich spontan eines auszusuchen und sich anhand des gewählten Bildes den anderen kurz vorzustellen. Weiter ging es mit den Impulsfragen „Was verbinde ich mit Hoffnung? Auf was hoffe ich? Was ist meine Hoffnung?“ Im Kreis um unsere brennende Jubiläumskerze sitzend, brachte uns Sr. Rosemarie dann das von Papst Franziskus ausgerufene Heilige Jahr 2025 näher. „Wozu die neue offene Tür? Welche Türen wollen wir in diesem Jahr öffnen? Durch welche neuen Türen wollen wir gehen?“ Mit Liedern aus „Kreuzungen“ und dem gemeinsamen Beten des „Heilig-Jahr-Gebets“ endete die erste Einheit und es ging zum Abendessen. Im Anschluss daran nahmen wir am monatlichen Friedensgebet der Schwestern in der Vinzenzkirche teil. Mit dabei waren auch die Firmlinge aus Frankenhofen. Im Anschluss daran ging es in unserem Gruppenraum um die Angebote in unserer Kirchengemeinde in unserem Jubiläumsjahr „2025, 50 Jahre Christkönigskirche“. Es gab Informationen zum Jubiläumstag selbst und Einladungen zu den anstehenden Events (Tansania, Frauengottesdienst, Chrisammesse, 21. April, …). Abgeschlossen wurde der Tag mit Gesprächen, Rätseln und Kartenspiel im kleinen Klosterkeller.
Den Samstag begannen wir um 7 Uhr früh, noch vor dem Frühstück, mit der Laudes und Eucharistiefeier. Gegen 9 Uhr rückte dann die Bibel in den Mittelpunkt, genauer gesagt Psalm 23. Erst in der Großgruppe vorgestellt, ging es dann an die Vertiefung in Kleingruppen in Form der „Lectio Divina“. Anhand von Fragen spürten wir dem Text nach. Wo geht es vom „ich“ zum „du“? Welche Erfahrungen begleiten den Weg? Welche Hirtenbilder und welche Gastmahlbilder gibt es? Wir stellten fest, dass es bei dem Psalm gar nicht so sehr um einen Hirten mit seiner Schafherde geht, wie man es als Bild oft im Kopf hat. Es stecken da ganz andere Bilder drin. So z.B. vom reich gedeckten Tisch, während die Feinde sich um einen versammeln, oder das von den Pfaden der Gerechtigkeit und dem übervollen Becher. Ergänzt wurde das Ganze durch die Fragen: „Welche Wege hat mich Gott bisher geführt? Wie war ich mit ihm unterwegs, was waren meine Erfahrungen?
Im zweiten Teil des Vormittags ging es dann kreativ weiter. Jede/r nahm nochmals das Bild von der Kennenlernrunde her, klebte es auf einen Papierbogen und umrahmte es mit Worten. Wie geht es mir heute? Was hat sich seit gestern in mir persönlich oder in Bezug auf das ausgewählte Foto verändert?
Alle Collagen wurden sodann an Pinwände geheftet, sodass eine große Bildergalerie unser aller Wünsche, Gedanken, Hoffnungen und Freuden entstand. Immer zu zweit wurde diese Galerie dann besichtigt, und wir machten einander gegenseitig auf die Besonderheiten der Bilder aufmerksam. Mit einem Austausch im Plenum über die Erfahrungen des Vormittags und mein Unterwegssein mit Gott endete der Samstagvormittag.
Den Nachmittag verbrachten wir oben beim Alten- und Pflegeheim „Maria Hilf“. Mittagessen und Nachmittagskaffee nahmen wir im Besuchercafé ein. Beides Mal konnte auch Herr Pfr. Gekle mit dabei sein. Die Stunden dazwischen waren wir auf dem Untermarchtaler Friedensweg unterwegs. Wir ließen uns von den 3 Stationen „Geborgenheit“, „Achtsamkeit“ und „Berufung“ berühren und ihre Gedanken auf und in uns wirken. An der großen Lourdesgrotte hatten wir die Gelegenheit, eine Kerze für die Menschen, die wir im Herzen tragen, zu entzünden und in der Grotte die Kerzen aufzustellen. Danach ging es von der Donau wieder hoch nach „Maria Hilf“, wo uns Sr. Rosemarie noch auf den Kreuzweg aufmerksam machte und viel von ihrer Arbeit bei den hochbetagten Bewohnern und Bewohnerinnen, die meisten sind zwischen 85 und 95 Jahre alt, berichtete. So manches stimmte uns nachdenklich und zeigte uns auf, dass wir in unserem Alltag weit häufiger Gott danken sollten, als wir es gemeinhin tun.
Auf dem Rückweg zum Besinnungshaus ließ es sich Pfr. Gekle nicht nehmen, uns ein Stück des Weges mit seinen beiden Stöcken zu begleiten und von dem ein oder anderen möglichst viel Aktuelles von dessen Familie oder von Westerheim im Allgemeinen zu erfahren. Der Abschied fiel nicht leicht, aber die Freude über den Besuch aus Westerheim war ihm deutlich anzumerken, und uns ging es nicht anders.
Pius Rauschmaier und Karin Baumeister






































